Beim Bundessiegerrennen in Freiburg wurden zwei Whippets zur Doping-Kontrolle "gebeten". Die Ergebnisse wurden Ende letzter Woche den Besitzern bekannt gegeben: negativ. Powerplay's Wizard the Best und James Brown van de Groene Golf waren also "sauber".
Übrigens, beide werden das nächste Mal in Hildesheim auf der Bahn zu sehen sein.
Über das Verfahren der Auswahl der beiden zu testenden Finalteilnehmer ließe sich auch noch die eine oder andere Zeile schreiben ... aber Doping interessiert uns vorläufig nicht mehr. Wir haben in der letzten Saison dazu genug in Erfahrung gebracht ...
Übrigens nicht "sauber" soll ein Afghne bei einer Ausstellung gewesen sein ... also doch nicht alles "Friede-Freude- ...".
Whippet-Foto (Helmut Dietz, Windhundzeitung.de): Oscar & Angelo flitzen gemeinsam um die Rennbahn
Ein Telefonat mit Tomas Mika, CGRC - President, über Windhund/Greyhound - Doping hat uns ein bisschen weiter gebracht.
Auch bei der CGRC werden Doping-Tests gemacht und auch da wird "nur" auf bestimmte Substanzen bzw. Gruppen, die vorher festgelegt werden, getestet. "Keiner gibt Komplett-Tests in Auftrag!" sagt Tomas Mika; denn das könne keiner bezahlen.
Bei der CGRC wird konzentriert auf Stimulanzien geachtet.
Tomas erwähnt Schweden mit den schärfsten Bestimmungen. Dort seien "alle fremden Substanzen" Doping. Das zu kontrollieren ein Unding.
Was wir gelernt haben ist, dass die Bestimmungen so weit gefasst sind, dass eine Komplettkontrolle mangels Finanzen oder Material (Urin, Blut) gar nicht möglich ist. Was wir weiter gelernt haben ist, dass es keine oder nur wenige Informationen darüber gibt, auf was tatsächlich getestet wird. Ganz zu schweigen von Grenzwerten ...
Trotzdem können positive Doping-Tests für den/die Betreffenden äußerst unangenehme Folgen haben.
Vielleicht wäre deshalb etwas mehr Aufklärung und Transparenz in Sachen Doping eine gute Sache.
Was wir noch aus den Gesprächen über Windhund-Doping gelernt haben: jeder Fall eines einmal positiv getesteten Hundes sollte differenziert betrachtet werden, bevor Gerüchte an die Öffentlichkeit dringen. Und alle sollten sich mit voreiligen Urteilen zurückhalten - zu komplex ist der Sachverhalt als dass man sich ein einfaches, spontanes Urteil leisten kann ...
Nachdem wir den DWZRV angeschrieben haben - bisher (natürlich) ohne Antwort, mit dem zuständigen TA und dem Labor Kontakt aufgenommen haben, wissen wir noch immer nicht, auf welche Substanzen etc. eigentlich beim Windhund - Doping - Test geprüft wird. Wird da "gemauert"? Wenn ja, warum?
Doping-Tests auch bei Windhund-Coursings und Windhund-Ausstellungen ...
Vielleicht interessiert das auch einmal die breitere (Hunde-) Öffentlichkeit ...?! Immerhin werden Doping - Proben nicht nur bei Windhund-Rennen, sondern auch beim Windhund-Coursing und bei Windhund-Ausstellungen genommen. Und ganz ohne Grund wird das wohl nicht gemacht.
Fragen an die CGRC zu Greyhound Doping Tests
Aber bevor wir diesen Schritt unternehmen, wollen wir versuchen, von der CGRC (Continental Greyhound Racing Confederation) Auskünfte zu erhalten. Immerhin hatten wir vom European Derby in Rabapatona unaufgefordert nicht nur das Programm und die Ergebnisse erhalten, sondern auch die Drug Test Results - Letztere äußerst zeitnah.
Wir haben heute morgen den Vorsitzenden angeschrieben mit folgenden Fragen:
1. Welche Substanzen werden bei Doping-Tests gesucht? 2. Wie lange dauert es, bis man das Ergebnis erhält? 3. Wie teuer sind Tests - Einzeltests - Screening-Tests? 4. Welches Labor testet?
Jetzt sind wir mal gespannt, wie lange wir warten müssen ...
Doping-Test-Umfrage: Die Wissenden vervierfachen sich!
Seit wir gestern Abend eine E-Mail auch an jemanden geschickt haben, der definitiv weiß, nach welchen Substanzen getestet wird, steigt die Zahl der Wissenden auf immerhin VIER an ...! Eine Vervierfachung! Wir würden uns nicht wundern, wenn im Laufe des Tages die Wissenden schlagartig zunehmen würden ... Wer teilt heutzutage schon gerne, wenn es auch nur das WISSEN ist ...?!
Wir hatten heute mit TA Dr. Apelt, Tierärztliche Klinik Essen telefoniert. Hier geht es zur Tierärztliche Klinik Apelt, Essen. Demnach sollen etwa 50 bis 60 Doping-Proben bei Rennen, Coursings und Ausstellungen p.a. genommen werden. Die Doping Tests werden in Hamburg gemacht, bei synlab.vet Hamburg.
Diese Information hatten wir allerdings auch schon vor unserem Gespräch. Angerufen haben wir natürlich sofort und mit Herrn Dr. Kostka geredet. Er bestätigte uns die Windhund Dopingtests, die ausschließlich und gelegentlich - im Vergelich zu den Pferden - im Auftrag von Herrn Dr. Apelt dort gemacht werden. Auf der Internetseite des Unternehmens kann man auf den Seiten 58 ff des Laborprogramms auch super sehen, wie das bei Pferden funktioniert. Im Prinzip könnte das so ähnlich auch bei Hunden laufen, wenn genug "Material" da wäre, sagte Dr. Kostka.
Deshalb, so Dr. Kostka, wird nach bestimmten Vorgaben getestet. Die seien allerdings vertraulich. Die bekomme man nur von Dr. Apelt. Wir werden ihm eine Mail schicken und danach fragen ... obwohl gerade das der Sinn unserer Telefonate war ...
In der Zwischenzeit warten wir auf eine von Dr. Apelt versprochene Schrift zum Thema. Könnte allerdings Montag werden, sagt er. Vielleicht bekommen wir dann heraus, auf welche Substanzen untersucht wird ... vielleicht.
Und jetzt wollen wir die Windhundbesitzer fragen.
Als Teilnehmer bei Windhundrennen weiß ich
Lt. Dr. Apelt kostet ein Test 300.- € all inclusive. Der Test bei Synlab kostet 80.- (Einzeltest) oder 150.- € (Screening) - lt. Aussage Synlab. Diese Werte (Einnahmen Doping-Pool - Ausgaben Doping-Tests) sollte man auch in der DWZRV GuV wiederfinden können ...
Übrigens, die Doktorarbeit von Herrn Löffler aus Stuttgart wurde damals in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Apelt gemacht.
Wir werden einmal die CGRC-Leute fragen, vielleicht bekommen wir da eher Auskünfte ...!
Diese Literatur dürfte ziemlich jeder in der Szene kennen. Nicht umsonst kam uns Scho-Ka-Kola von Stollwerck ziemlich bekannt vor ...
Wir werden uns auch das Literaturverzeichnis anschauen und sind sicher in Englisch werden wir fündiger ... und dann wohl auch aktueller. "Scho-Ka-Kola" dürfte es in USA, Irland, England nicht gegeben haben ...
Und dann hat uns einer unserer Leser auf den Geheimtipp aufmerksam gemacht: Scho-Ka-Kola als Doping